V1 besucht Gedenktafeln des KZ-Außenlagers


Am 17.11.2020 besuchte die Klasse V1 die Gedenk- und Informationstafeln zum ehemaligen KZ- Außenlager der Siemens- Schuckertwerke. Im Deutsch- und Ethikunterricht setzte die Klasse sich zuvor kritisch mit der “Schuldfrage” für den Holocaust (Schoah) auseinander und leitete daraus ab, welche Verantwortung heutige Generationen haben. Für die Jugendlichen war es schwer vorstellbar, dass es auch in unmittelbarer Nähe ihrer Schule damals zu derartigen Verbrechen kam. In einer Schweigeminute gedachten die Klasse und Herr Strattner abschließend den Opfern von damals. Sie lesen nun die niedergeschriebenen Gedanken von Schülerinnen und Schülern der V1, die sich direkt an die Opfer richten.

Schülertexte:
“Wenn ich daran denke, was die Nazis und ihre Helfer Ihnen angetan haben, macht es mich zugleich wütend und traurig, denn Ihnen wurde das Leben und die damit verbundenen Möglichkeiten geraubt. Meine und die Pflicht aller anderen Menschen ist es, dass wir so etwas nicht mehr zulassen und nicht tatenloszusehen, wenn es antisemitische Übergriffe gibt.” (Daniela)
“Es stimmt mich traurig, dass Menschen anderen Menschen so etwas Schreckliches angetan haben. Wir sollten uns daher nicht nur daran erinnern, was Ihnen widerfahren ist, sondern müssen auch gegen Antisemitismus vorgehen und Menschen darüber aufklären.” (Kevin)
“Ihr Schicksal macht mich traurig. Ich weiß, dass ein Brief die Dinge nicht ungeschehen macht, aber Sie sollen wissen, dass auch heute noch junge Menschen Ihrer gedenken. Darüber hinaus möchte ich mit aller Kraft verhindern, dass so etwas wieder vorkommt.” (Patrick)
“Was die Nazis getan haben, war schrecklich und ist mir als Mensch unverständlich. Wir dürfen es nicht vergessen und es darf sich nicht wiederholen, das ist unsere Verantwortung. (Denys)

“Ich hoffe, dass jede folgende Generation es besser macht. Es tut mir sehr leid, besonders treffen mich die Schicksale der Kinder und Jugendlichen, die wie ich, noch ein ganzes Leben vor sich hatten und gnadenlos umgebracht wurden. Rassismus muss in jeder Art und Weise gestoppt werden.” (Dina) 

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